Ein Autor stellt sich vor Wilhelm Karkoska
Trennungsblues Band 1 Orientierungsphase D ie Zeit ist reif… Lange habe ich überlegt,  ob ich damit beginnen  soll, dieses Buch zu  schreiben. Anfangen,  einfach loslegen. Das ist  wie mit vielen Dingen im  Leben. Man schreckt  davor zurück, den ersten  Schritt zu wagen. Könnte  ja daneben gehen. Nein,  Misserfolg riskieren. Oh  Gott, auf gar keinen Fall.  Wie stehe ich dann da -  vor meinen Freunden,  meiner Familie, meinen  Arbeitskollegen, vor mir  selbst, vor meinem eigenen, unantastbaren Ego? Fragen über Fragen. Und später, dann lebt man  in dem Dilemma, genau diesen Schritt verpasst, sich nicht getraut zu haben über seinen eigenen  Schatten zu springen. Unverzeihlich. Unter gar keinen Umständen wollte ich, dass ausgerechnet  mir so etwas passiert. Dem sorgevollen Familienvater, Menschenfreund, erfolgreichen  Journalisten, Musikagenten, Radiomacher und nicht zuletzt geliebten Ehemann. Ich ließ mich  von meinen, mich bedrängenden Zweifeln meiner inneren Gedankenpolizei - "Was hast du  davon, wenn du dich noch mal mit dem ganzen Vergangenheitsmüll beschäftigst? Das hat dich  doch damals schon sechs Wochen Klapse gekostet." - nicht beirren und auf das Abenteuer meiner  Vergangenheitsbewältigung ein.    Mein Entschluss war unumkehrbar. Ich musste damit beginnen in diesen dunklen Tagen meines  Lebens rumzustochern, tief einzutauchen in eine Erfahrungswelt, die mich vor wenigen Jahren  nahezu an den Rand des Wahnsinns gebracht hätte.   Und genau so war es richtig. Oder vielleicht doch nicht? Mit einmal fiel es mir wie Schuppen von  den Augen. Ich wagte nur einen kurzen Rückblick in meine Lebensgeschichte und mir wurde  glasklar bewusst, dass ich damals - in diesem anderen Leben - viel zu viel schon verpasst hatte.  Zu oft den sich manchmal gönnerhaft aufbäumenden Schwanz eingekniffen. Vieles nicht bewegt,  was mir heute mit aller Deutlichkeit bewusst wird. Aber jetzt, wo ich immerhin das reife, fasst  schon Rentenalter von 63 Jahren erreicht habe, endlich erwachsen geworden bin, holt mich die  Erinnerung ein. Unangefordert und brutal. Ich denke an eine Zeit zurück, die vor gar nicht mal so  vielen Jahren mein gut strukturiertes Lebenskonzept völlig durcheinanderwirbelte wie ein  Hurrikan - und die können verdammt brutal sein -, der mit seiner zerstörerischen Energie übers  Land fegt. Ohne Gnade. Alles zerstört, was sich ihm in den Weg stellt.    Dieser Erfahrungsbericht ist nicht das Produkt meiner blühenden Fantasie. Oder doch? Es ist  passiert. Realität, wie ich sie erlebt habe und wahrscheinlich Millionen von Menschen in ihren  ganz individuellen Lebenssituationen auch, angesiedelt im Bereich des Persönlichen, des  Alltäglichen. Universal übertragbar auf jedermann und nicht zu vergessen jede Frau. Also -  letztlich gar nichts Außergewöhnliches. Wer Ähnliches in seinem Leben durchgestanden hat,  wird sich sofort wie zu Hause fühlen, von mir gegebene Ratschläge in seiner eigenen Geschichte  mitunter umsetzen. Ich würd's mir wünschen!  Meine Lebensbeichte führt zurück in das Ende des letzten Jahrtausends. Wir schrieben den 31.  Dezember 1999. Der von der Welt im Vorfeld schon euphorisch bejubelte Wechsel in das neue  Jahrtausend stand bevor, das Jubel-Millenniums-Jahr 2000. Und ich war dabei, durfte diesen  Wechsel miterleben. Ein Event der ganz besonderen Art. Mit meinen Lieben, meinen Freunden,  meiner geliebten Familie. Mein Stimmungsbarometer stand auf Highlight und zeigte eine  verheißungsvolle Zukunft an. Das neue Jahrtausend konnte kommen …    Der Autor beschreibt in biografischer Form den brutalen Einstieg des 50-jährigen Thomas K. in das neue Jahrtausend. Ein Entree, das der sich ganz anders vorgestellt hatte. Ohne die Aussage seiner Ehefrau: "Ich habe einen Anderen." Und das nach über 20 Jahren ´glücklicher´ Ehe. Für Thomas K. beginnt ein nervenzehrender, langjähriger Kampf, daran nicht unterzugehen, mit dem Ziel, der eigenen Zukunft eine Chance zu geben… Greven im Sommer 2013
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